Der Trick Karteikasten

corinna

Der Trick Karteikasten

Kennst du das auch? Da fängt man mit verschiedenen Tricks an und vergisst im Laufe der Zeit die Kommandos und Sichtzeichen dafür. Oder man übt immer wieder die gleichen Tricks, ohne dabei wirklich weiter zu kommen. Der Einsatz eines Karteikastens kann da für einen besseren Überblick sorgen. Denn durch ihn wird man gezwungen, sich hinzusetzten und erst einmal schriftlich über einen Trick und den Übungsaufbau nachzudenken.

Durch einen Karteikasten kann man sich selbst organisieren und hat so einen einfacheren Start ins Trick- Training.

Zudem wird man daran erinnert, einen Trick regelmäßig zu wiederholen und weiterzuentwickeln. Genauso wie das menschliche Gehirn, lernt ein Hund auch durch regelmäßige Wiederholungen und Steigerungen in kleinen einfachen Schritten.

Der genaue Aufbau eines Karteikastens kann individuell angepasst werden.

Mein Vorschlag für einen KK sieht folgendermaßen aus:

1. Fach: Trick

Dieses Fach ist für die Karteikarten der aktuellen Tricks vorgesehen. Auf eine Trickkarte schreibt man sich z.B. den Übungsaufbau und die dazu gehörende Gestik auf.

2. Fach: Wortkommando

Kann dein Hund den Trick soweit, dass du ein Wortsignal hinzufügen kannst, rutscht die Karte ins nächste Fach. Wie schnell das der Fall ist, hängt ganz von dem Trick und deinem Hund ab.

3. Fach: Generalisierung

Versteht dein Hund den Trick jetzt auch auf Kommando, kann die Karte ein Fach weiter in das Generalisierungsfach rutschen. Jetzt kannst du beginnen, den Trick an verschiedenen Orten zu üben und Distanzübungen aufzubauen. In der Stadt, beim Spaziergang, im Zug, es gibt viele Situationen, in denen du den Trick üben kannst. Wunder dich nicht, wenn sich dein Hund an den zuvor sicher trainierten Trick so gar nicht mehr erinnern kann. Dann fängt man wieder von vorne an mit dem Trickaufbau, jetzt aber an anderen Orten.

Wichtig: Hunde lernen im Zusammenhang mit Orten.

D.h. Hast du z.B. den Trick immer im Wohnzimmer geübt, können viele Hunde den Trick dann auch wirklich nur im Wohnzimmer ausführen. Hier heißt es dann gute Laune zu bewahren und weiter zu üben.

4. Fach: Vokabeltraining

Wenn man mit einem Trick in diesem Fach angekommen ist, kann das Vokabeltraining beginnen. Jeder Trick hat ein Kommando. Die hier gesammelten unterschiedlichen Kommandos werden jetzt abwechselnd abgefagt. Also z.B. sagst du „Rolle“ und dein Hund macht die Rolle. Dann geht’s weiter mit „Twist“ usw. Dieses Training ist ganz schön anstrengend für die Hunde und sollte deshalb nicht zu lange geübt werden.

5. Fach: Zur Aufführung bereit

Wenn eine Karte hier landet, kann man wirklich stolz auf sich und seinen Hund sein. Denn hier werden die Karten gesammelt, die schon alle Kategorien durch gut geklappt haben.

6. Fach: Warteschleife

Hier kannst du Karteikarten einstellen, die du in Zukunft üben möchtest.

Klappt ein Trick plötzlich nicht mehr. Wandert er wieder zurück in das erste Fach.

Ich würde empfehlen, nicht mehr als einen neuen Trick pro Training hinzuzunehmen. Insgesamt übe ich pro Trainingseinheit zwischen 2 und 4 Tricks zu etwa 10-15 Klicks. Dabei nehme ich mir jeweils die vordersten Karten heraus, um mich selber zu zwingen unterschiedliche und abwechslungsreiche Tricks zu Üben.