Targettraining-Serie (Teil 1)

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Targettraining-Serie (Teil 1)

Es gibt fast unendliche Möglichkeiten und Hilfsmittel im Hundetraining. Mit dieser Serie möchte ich euch das TARGETTRAINING als eine der Möglichkeiten vorstellen, dem Hund Hilfestellungen zu geben. Dadurch wird Frust vermieden, das Training wird vielseitiger und es macht einfach Spaß.

WAS IST TARGETTRAINING?

Das Wort Targettraining erklärt sich eigentlich schon fast von selbst.

TARGET = ZIEL

Das heißt, das verwendete Target stellt für den Hund einen anzulaufenden Zielpunkt dar.

Mit Hilfe eines solchen Zielpunktes kann man dem Hund bei den verschiedensten Übungen Hilfestellung leisten, da der Hund immer einen genauen Anlaufpunkt hat. Dies macht vor allem im anfänglichen Aufbau einer Übung Sinn. Dies führt zu weniger Fehlversuchen und dadurch zu einer höheren Belohnungsfrequenz. Der Hund empfindet so wenig Frust und ist hoch motiviert mitzuarbeiten, weil er das Training als lohnend, spannend und erfolgreich erlebt.

Eingesetzt wird das Targettraining vielfach im Bereich Trickdogging und Dogdancing, im Obidience aber auch im VPG-Sport (Schutzhundausbildung), beim Scent Hurdel Racing (Hürdenspringen mit Geruchsunterscheidung und Apport) und auch im Agility. In jedem Bereich ist Targettraining eine sinnvolle und frustvermeidende Trainingsvariante für sehr viele Übungen.

Ein weiterer großer Bereich in dem Targettraining sehr sinnvoll eingesetzt werden kann, ist das Training mit Klein- und Kleinsthunden, weil durch das Targettraining die starke Körpergrößendifferenz ausgeglichen werden kann ohne das die Besitzer durchweg auf den Knien sitzen müssen oder an Rückenschmerzen leiden.

Auch für behinderte oder körperlich eingeschränkte Menschen kann durch Targettraining eine größere Möglichkeit zum Training mit ihrem Hunde erschlossen werden, so dass das Team mehr Freude an gemeinsamen Aufgaben bekommt.

Auch sehr ängstliche oder aggressive Hunde können über das Targetttraining einen ersten Einstieg in die Arbeit bekommen, wenn man ihnen über das Target im Anfangsstadium eine größere Distanz zum Trainer schafft.

Damit möglichst viele Übungen mit dem Targettraining erschlossen werden können, gibt es sehr viele verschiedene Targets die in verschiedenen Bereichen verwendet werden.

Im Folgenden möchte ich eine grobe Aufstellung über mögliche Targets geben: (Vollständigkeit ausgeschlossen)

Diese Targets werden in den nächsten Ausgaben Stück für Stück im Aufbau sowie in der möglichen Anwendung erklärt.

Ganz allgemein gibt es

  • Pfotentarget (der Hund berührt das Target – den Zielgegenstand – mit der Pfote)
  • Nasentarget (Der Hund berührt das Target mit der Nase)
  • Körpertarget (Der Hund berührt mit einem Körperteil das Target)
  • Looktarget (Der Hund SCHAUT das Target nur an – berührt es aber nicht)

Jedes Target muss für sich allein deutlich und in kleinen Schritten aufgebaut werden, bevor es als Hilfsmittel für andere Übungen eingesetzt werden kann.

Als Target eingesetzt werden können viele Gegenstände.

Als Boden – Pfoten- Target kann man bei kleinen Hunden zum Beispiel Becheruntersetzer verwenden, für große Hunde Tischsets

Aber auch Gegenstände können als Target genutzt werden, wenn man sie in eine Dogdancechoreo, zum Beispiel einbauen möchte oder auch Teile des Agilitygerätes an sich.

Die Targetserie gehen nun wie folgt weiter und ich hoffe, dass ihr alle Spaß daran haben werdet möglichst viele Variationen auszuprobieren.

Folge 2 : Aufbau Pfotentarget und Nasentarget mit Anwendungsbeispielen und einem Trickaufbau von 0 – fertiger Trick (Sprung durch Arme oder Beine)

Folge 3: Looktarget Aufbau und Anwendung

Folge 4: Körpertarget Aufbau und Anwendung

Folge 5: Weitere Praxisbeispiele